Wissensplattform für Ärzte
Mit der in dem MEDIPOS-Projekt konzipierten Software werden alle grundlegenden Funktionen für den Aufbau einer medizinischen Wissens- und Kommunikationsplattform bereitgestellt.
Mit der Nutzung der Plattform werden für die Kliniken folgende Effekte erreicht:
- Verbesserung der Bindung der niedergelassenen Ärzte an die Kliniken durch Bereitstellung von Expertenwissen und Kommunikation
- Qualifizierung der Einweisung von Patienten
- Unterstützung der Indikation, Diagnose und Festlegung von Behandlungen
- Effektive Gestaltung der Kommunikation mit niedergelassenen Ärzten
Für die niedergelassenen Ärzte entstehen folgende Vorteile:
- Schneller und praktikabler Zugang zu vertrauenswürdigem Spezialwissen der Klinikärzte
- Einbringen praktischer Fragestellungen in die Forschung
- Effektive Gestaltung der Kommunikation mit Klinikärzten, Verringerung der Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme mit Klinken
- Verbesserung der Diagnose und Indikation, Vermeiden von Mehrfachuntersuchungen
Anwendungsbeispiel
Bei der Behandlung eines Patienten treten Probleme auf, zu denen sich der Arzt den Ratschlag eines Experten einholen möchte. Der niedergelassene Arzt recherchiert in der in ein Klinikportal eingebundenen Wissensbasis nach seiner Fragestellung. Dazu gibt er Suchbegriffe ein. Dem Arzt werden alle relevanten Einträge in der Wissensbasis mit ihren ursprünglichen Fragestellungen angezeigt. Der Arzt wählt die für ihn interessanten Informationen aus.
Wenn die Fragestellung bisher nicht ausreichend beantwortet wurde, kann der Arzt die Frage an einen Klinikarzt weiterleiten. Der Klinikarzt erhält eine Liste der an ihn gestellten Fragen und erstellt als Antworten Einträge in der Wissensdatenbank. Der Klinkarzt kann alle Einträge in anderen Klinikportalen einsehen und als Grundlage für seine Antwort verwenden. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, zu der Fragestellung mit Fachkollegen zu kommunizieren.
Der niedergelassene Arzt wird über den neuen Eintrag in der Wissensbasis informiert und kann ihn ggf. kommentieren. Der niedergelassene Arzt kann die Behandlung des Patienten auf der Grundlage der neuen Erkenntnisse weiterführen. Wenn eine klinische Behandlung erforderlich wird, weist er in die Klinik ein, die ihm durch die Bereitstellung ihres Wissens bereits Fachkompetenz unter Beweis gestellt hat.
Die Wissensplattform ist in einer Betaversion realisiert. Bei Interesse nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.
Wissensplattform für Patienten
Mit Hilfe der im MEDIPOS-Projekt konzipierten Software können wissensbasierte Kommunikations- und Informationssysteme für Patienten aufgebaut werden. Kliniken können so die Bindung der Patienten an die Klinik durch Bereitstellung von Wissen und Kommunikation verbessern und neue Patienten gewinnen.
Die Kommunikation mit Patienten kann zudem deutlich effektiver gestaltet werden. Die Patienten erhalten einen schnellen und praktikablen Zugang zu vertrauenswürdigem Wissen der Klinikärzte.
Anwendungsbeispiel
Ein Patient möchte sich über spezielle Behandlungsmethoden informieren. Er recherchiert in der in ein Klinikportal eingebundenen Wissensbasis nach seiner Fragestellung. Dazu gibt er Suchbegriffe ein. Dem Patienten werden alle relevanten Einträge in der Wissensbasis mit ihren ursprünglichen Fragestellungen angezeigt. Er wählt die für ihn interessanten Informationen aus. Wenn seine Fragestellung nicht ausreichend beantwortet wurde, kann er die Frage an einen Klinikarzt weiterleiten.
Der Klinikarzt erhält eine Liste der an ihn gestellten Fragen und erstellt als Antworten Einträge in der Wissensdatenbank. Die Artikel werden so aufbereitet, dass sie für einen interessierten Patienten verständlich und informativ sind. Der Patient wird automatisch über den neuen Eintrag in der Wissensbasis informiert, kann ihn ggf. kommentieren und weitere Fragen stellen.
Die Wissensplattform ist in einer Betaversion realisiert. Bei Interesse nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.
Web-Kompendium Pädiatrie

Gegenwärtig wird, auf den Ergebnissen des Medipos-Projektes aufbauend, das F/E-Projekt "Web-Kompendium Pädiatrie" vorbereitet. Der Projektstart ist für Frühjahr 2009 geplant.
Medizinisches Wissen und wertvolle Erfahrungen sind durch eine große Anzahl von Beteiligten vorhanden, deren Kompetenzen und Strukturen sich dynamisch entwickeln. Für konkrete medizinische Problemstellungen ergibt sich daher zwingend die Notwendigkeit, den Wissensaustausch zwischen Ärzten und den Transfer von Forschungsergebnissen effizient und lösungsorientiert zu gestalten.
Daraus ergeben sich umfangreiche Anforderungen an die Strukturierung und Speicherung von Wissen und Informationen:
- Wissen muss in seinem Kontext dargestellt werden, um seine korrekte Nutzung und Wiederverwendung zu gewährleisten, der Kontext muss die Rolle des Autors und Nutzers, die Positionierung innerhalb des Behandlungsprozesses und fachspezifische Randbedingungen beschreiben.
- Wissen muss so repräsentiert werden, dass eine problemorientierte Recherche effizient möglich ist.
- Es muss eindeutig definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten für den Aufbau und die Qualitätssicherung der Wissensbasis geben.
- Neue Problemstellungen müssen im Zuge ihrer Lösung zu einer Erweiterung der Wissensbasis führen.
- Wissensbasierte Systeme müssen die Kommunikation zwischen den Akteuren sicherstellen.
Ziele des Projektes sind:
- Durch die Anwendung von semantischen Technologien neue Möglichkeiten für den Wissensaustausch, das Entwickeln von Problemlösungen und die permanente berufliche Weiterbildung von Ärzten und Medizinern zu entwickeln.
- Neue Formen für die kreative Entwicklung und Publikation von praktischem Wissen und Forschungsergebnissen zu schaffen.
- Durch eine webbasierte Kommunikation zwischen Wissensträgern und Anwendern neue Lernformen und neue Forschungstendenzen zu initiieren.
- Neue Methoden zur Sicherung der Qualität des publizierten Wissens zu entwickeln.
